Städte im Mittelalter
Klasse 7 · Geschichte · 2:18 Min.
Das Wichtigste
- Viele Städte entstanden an Handelswegen und Flüssen.
- Typisch waren Mauer, Markt, Kirche und Rathaus.
- Zünfte regelten das Handwerk und die Ausbildung.
- Mit dem Stadtrecht hatten Städte eigene Gesetze.
- Stadtluft macht frei: Unfreie konnten in der Stadt frei werden.
Alles zum Nachlesen
Stell dir vor, du lebst im Mittelalter in einer Stadt. Wie sah dein Alltag aus?
In diesem Video lernst du, wie Städte entstanden und was Markt, Zünfte und Stadtrecht sind.
Ab dem elften und zwölften Jahrhundert entstanden in Europa viele neue Städte.
Sie lagen oft an Handelswegen, an Flüssen oder bei einer Burg oder einem Kloster.
Eine Mauer mit Toren schützte die Bewohner. Nachts wurden die Tore geschlossen.
Innen standen Kirche und Rathaus, die Häuser drängten sich eng aneinander.
Das Herz der Stadt war der Marktplatz.
Der Stadtherr erlaubte, Markt abzuhalten. Das nennt man Marktrecht.
Bauern aus dem Umland verkauften Lebensmittel, Händler brachten Waren von weit her.
Durch Handel und Zölle wurden viele Städte reich.
In der Stadt arbeiteten viele Handwerker, zum Beispiel Bäcker, Schmiede und Weber.
Die Handwerker eines Berufs schlossen sich zu einer Zunft zusammen.
Die Zunft legte Preise fest und achtete auf gute Arbeit. Wer nicht dazugehörte, durfte das Handwerk meist nicht ausüben.
Die Ausbildung hatte drei Stufen: Lehrling, Geselle und Meister.
Viele Städte bekamen eigene Rechte, das Stadtrecht. Sie hatten eigene Gesetze und Gerichte.
Regiert wurde die Stadt von einem Rat, oft aus reichen Kaufleuten. Später wollten auch die Zünfte mitbestimmen.
Ein bekannter Spruch lautet: Stadtluft macht frei.
Wer als unfreier Bauer in die Stadt floh und dort ein Jahr und einen Tag blieb, war oft frei.
Fassen wir zusammen.
Städte entstanden an Handelswegen, mit Mauer, Markt, Kirche und Rathaus.
Zünfte regelten das Handwerk und die Ausbildung.
Mit dem Stadtrecht hatten Städte eigene Gesetze, und Stadtluft machte Unfreie frei.
Super! Jetzt bist du dran.