Schlaukopf Logo
WeltenVideos
0:003:34

Säuren, Basen und der pH-Wert

Klasse 9 · Chemie · 3:34 Min.

Jetzt selbst übenSäuren und LaugenRealschule · Säuren und Laugen · 438 AufgabenAufgaben starten

Das Wichtigste

  • Unter 7 ist eine Lösung sauer, bei 7 neutral und über 7 alkalisch.
  • Jeder Schritt auf der Skala bedeutet den Faktor zehn.
  • Saure Lösungen enthalten viele Oxonium-Ionen, alkalische viele Hydroxid-Ionen.
  • Bei der Neutralisation entstehen aus Säure und Lauge ein Salz und Wasser.
  • Säuren und Laugen können ätzend sein. Arbeite immer mit Schutzbrille.
Alles zum Nachlesen

Zitronensaft schmeckt sauer, Seifenwasser fühlt sich glitschig an. Was haben beide mit einer Zahl zwischen 0 und 14 zu tun?

In diesem Video lernst du, was Säuren und Laugen sind und was der pH-Wert über sie verrät.

Der pH-Wert gibt an, wie sauer oder alkalisch eine Lösung ist. Die Skala reicht meist von 0 bis 14.

Werte unter 7 sind sauer. Je kleiner die Zahl, desto saurer ist die Lösung.

Genau 7 ist neutral, zum Beispiel bei reinem Wasser.

Werte über 7 sind alkalisch, man sagt auch basisch. Je größer die Zahl, desto stärker alkalisch.

Wichtig: Ein Schritt auf der Skala bedeutet den Faktor zehn. pH 3 ist zehnmal so sauer wie pH 4.

Schauen wir uns echte Werte an. Dein Magensaft ist stark sauer, mit einem pH-Wert von etwa eins bis zwei.

Zitronensaft liegt ungefähr bei zwei bis drei. Deshalb schmeckt er so sauer.

Dein Blut ist ganz leicht alkalisch, mit einem pH-Wert von etwa sieben Komma vier.

Seifenlauge ist alkalisch, sie liegt bei etwa neun bis zehn.

Rohrreiniger ist stark alkalisch, mit pH 13 bis 14. Er ist deshalb sehr ätzend.

Säuren geben in Wasser Wasserstoff-Ionen ab, kurz H plus.

Ein H plus bleibt nicht allein. Es verbindet sich mit einem Wassermolekül zum Oxonium-Ion, H3O plus.

Beispiel Salzsäure: Chlorwasserstoff gibt sein H plus an Wasser ab, übrig bleiben Chlorid-Ionen.

Je mehr Oxonium-Ionen eine Lösung enthält, desto saurer ist sie und desto kleiner ist ihr pH-Wert.

Alkalische Lösungen nennt man auch Laugen. Sie enthalten viele Hydroxid-Ionen, O H minus.

Natronlauge entsteht zum Beispiel, wenn sich festes Natriumhydroxid in Wasser löst.

Je mehr Hydroxid-Ionen eine Lösung enthält, desto größer ist ihr pH-Wert.

Gibt man Säure und Lauge zusammen, reagieren Oxonium-Ionen und Hydroxid-Ionen miteinander zu Wasser.

Beispiel: Salzsäure und Natronlauge ergeben Wasser und Kochsalz, also Natriumchlorid.

Diese Reaktion heißt Neutralisation. Mischt man genau passende Mengen, hat die Lösung danach pH 7.

Starke Säuren und Laugen sind ätzend. Sie verletzen Haut und Augen, darum trägst du immer eine Schutzbrille.

Prüfe den pH-Wert nie durch Probieren oder Anfassen, sondern mit Indikatorpapier.

Beim Verdünnen gilt: Erst das Wasser, dann die Säure. Sonst kann es heiß werden und spritzen.

Fassen wir zusammen.

Unter 7 ist eine Lösung sauer, bei 7 neutral und über 7 alkalisch. Jeder Schritt bedeutet den Faktor zehn.

Saure Lösungen enthalten viele Oxonium-Ionen, alkalische viele Hydroxid-Ionen.

Bei der Neutralisation entstehen aus Säure und Lauge ein Salz und Wasser. Und denk immer an die Schutzbrille.

Jetzt bist du dran!

Weiter lernen