Schlaukopf Logo
WeltenVideos
0:003:10

Die Ionenbindung

Klasse 9 · Chemie · 3:10 Min.

Jetzt selbst übenSäure-Base-ReaktionenGymnasium · Säure-Base-Reaktionen · 150 AufgabenAufgaben starten

Das Wichtigste

  • Natrium gibt sein Außenelektron an Chlor ab.
  • Danach haben beide acht Außenelektronen, wie ein Edelgas.
  • So entstehen positive Natrium-Ionen und negative Chlorid-Ionen.
  • Die entgegengesetzten Ladungen ziehen sich an, das ist die Ionenbindung.
  • Die Ionen bilden ein Gitter. Salze sind deshalb hart, spröde und schmelzen erst bei hohen Temperaturen.
Alles zum Nachlesen

Natrium ist ein heftig reagierendes Metall, Chlor ein giftiges Gas. Wie kann daraus Kochsalz werden, das du essen kannst?

In diesem Video lernst du die Ionenbindung kennen. Sie hält die Teilchen im Kochsalz zusammen.

Natrium hat elf Elektronen: zwei, acht, eins. Auf seiner Außenschale sitzt nur ein einziges Elektron.

Chlor hat siebzehn Elektronen: zwei, acht, sieben. Ihm fehlt nur eins zur vollen Außenschale.

Besonders stabil sind Atome mit acht Außenelektronen, so wie die Edelgase. Das nennt man Edelgaskonfiguration.

Natrium gibt sein Außenelektron leichter ab, als sieben neue aufzunehmen. Chlor nimmt es auf.

Natrium bleibt mit zwei Schalen zurück. Die äußere hat jetzt acht Elektronen, wie beim Edelgas Neon.

Chlor hat nun acht Außenelektronen, genau wie das Edelgas Argon.

Natrium hat jetzt elf Protonen, aber nur zehn Elektronen. Es ist einfach positiv geladen, ein Natrium-Ion.

Chlor hat siebzehn Protonen und achtzehn Elektronen. Es ist einfach negativ geladen, ein Chlorid-Ion.

Geladene Teilchen heißen Ionen. Positive Ionen nennt man Kationen, negative Anionen.

Plus und Minus ziehen sich stark an. Diese Anziehung zwischen den Ionen ist die Ionenbindung.

Chlor kommt als Molekül Cl2 vor. Die Reaktionsgleichung lautet daher: zwei Na plus Cl2 ergibt zwei NaCl.

Jedes Ion zieht nicht nur einen Partner an, sondern alle Nachbarn mit entgegengesetzter Ladung.

In dieser Schicht hat jedes Natrium-Ion vier Chlorid-Nachbarn. Im Raum kommen je eins darüber und darunter dazu, also sechs.

Einzelne NaCl-Moleküle gibt es nicht. Die Formel NaCl zeigt nur das Verhältnis eins zu eins.

Die Anziehung im Gitter ist sehr stark. Darum schmilzt Kochsalz erst bei 801 Grad Celsius.

Salze sind hart, aber spröde. Ein Schlag verschiebt die Schichten, gleiche Ladungen treffen aufeinander und stoßen sich ab.

Als Feststoff leiten Salze keinen Strom. Geschmolzen oder in Wasser gelöst schon, denn dann können sich die Ionen bewegen.

Viele Salze lösen sich gut in Wasser, zum Beispiel Kochsalz.

Fassen wir zusammen.

Natrium gibt sein Außenelektron an Chlor ab.

Danach haben beide acht Außenelektronen, wie ein Edelgas.

So entstehen positive Natrium-Ionen und negative Chlorid-Ionen.

Die entgegengesetzten Ladungen ziehen sich an, das ist die Ionenbindung.

Die Ionen bilden ein Gitter. Salze sind deshalb hart, spröde und schmelzen erst bei hohen Temperaturen.

Jetzt bist du dran!

Weiter lernen