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Literatur des Barock

Klasse 8 · Deutsch · 2:50 Min.

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Das Wichtigste

  • Der Barock liegt etwa zwischen sechzehnhundert und siebzehnhundertzwanzig, geprägt vom Krieg.
  • Vanitas bedeutet: Alles ist vergänglich.
  • Memento mori erinnert an den Tod.
  • Carpe diem fordert: Nutze den Tag.
  • Das Sonett hat zwei Quartette und zwei Terzette, oft in Alexandrinern.
Alles zum Nachlesen

Warum schrieben Dichter vor vierhundert Jahren so oft über Zeit und Tod?

In diesem Video lernst du die Literatur des Barock kennen: ihre Motive und das Sonett.

Der Barock reicht ungefähr von sechzehnhundert bis siebzehnhundertzwanzig.

Mitten darin tobt der Dreißigjährige Krieg, von sechzehnhundertachtzehn bis sechzehnhundertachtundvierzig.

Dazu kommen Hunger und Pest. Das Leben wirkt kurz und unsicher.

Die Zeit ist voller Gegensätze: prächtige Schlösser und großes Elend.

Das wichtigste Motiv heißt Vanitas: Alles Irdische ist vergänglich und eitel, also nichtig.

Memento mori heißt: Bedenke, dass du sterben musst.

Carpe diem dagegen sagt: Nutze den Tag, denn die Zeit ist knapp.

Trost bietet der Glaube: Ewig ist nur Gott.

Die Lieblingsform der Barockdichter ist das Sonett. Es hat genau vierzehn Verse.

Zuerst kommen zwei Quartette mit je vier Versen, meist im Reim a b b a.

Dann folgen zwei Terzette mit je drei Versen.

Oft ist der Vers ein Alexandriner: sechs betonte Silben mit einer Pause in der Mitte.

Ein berühmtes Beispiel ist das Sonett Es ist alles eitel von Andreas Gryphius.

Der erste Vers lautet: Du siehst, wohin du siehst,

nur Eitelkeit auf Erden. Die Pause in der Mitte hörst du deutlich.

Dann folgen Gegensätze: Was dieser heute baut,

reißt jener morgen ein. Alles Menschenwerk vergeht, das ist Vanitas.

Fassen wir zusammen.

Der Barock liegt etwa zwischen sechzehnhundert und siebzehnhundertzwanzig, geprägt vom Krieg.

Vanitas bedeutet: Alles ist vergänglich. Memento mori erinnert an den Tod.

Das Sonett hat zwei Quartette und zwei Terzette, oft in Alexandrinern.

Super! Jetzt bist du dran.

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