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Die mendelschen Regeln

Klasse 9–10 · Biologie · 3:38 Min.

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Das Wichtigste

  • Ein dominantes Allel überdeckt ein rezessives.
  • Der Genotyp beschreibt die Allele, der Phänotyp das sichtbare Merkmal.
  • Bei reinerbigen, verschiedenen Eltern ist die F1 einheitlich.
  • Die F2 spaltet im Verhältnis drei zu eins auf.
  • Verschiedene Merkmale werden unabhängig vererbt, so entstehen neue Kombinationen.
Alles zum Nachlesen

Du kreuzt eine violett blühende Erbse mit einer weiß blühenden. Alle Nachkommen blühen violett. Wo ist das Weiß geblieben?

In diesem Video lernst du die mendelschen Regeln. Mit ihnen sagst du vorher, wie Merkmale vererbt werden.

Der Mönch Gregor Mendel kreuzte um 1860 tausende Erbsenpflanzen und zählte genau, wie die Nachkommen aussahen.

Erbsen haben viele Nachkommen und klare Merkmale, zum Beispiel violette oder weiße Blüten.

Merkmale werden von Genen bestimmt. Ein Gen kann in verschiedenen Varianten vorkommen, den Allelen.

Jede Erbse hat für die Blütenfarbe zwei Allele: eines von der Mutter, eines vom Vater.

Das Allel für violett ist dominant, es setzt sich durch. Wir schreiben es als großes A.

Das Allel für weiß ist rezessiv, kleines a. Es zeigt sich nur, wenn beide Allele a sind.

Die Kombination der Allele heißt Genotyp. Möglich sind AA, Aa und aa.

Das sichtbare Merkmal heißt Phänotyp. AA und Aa blühen violett, denn A ist dominant. Nur aa blüht weiß.

Gleiche Allele heißen reinerbig, verschiedene mischerbig. Einer violetten Pflanze sieht man das nicht an.

Mendel kreuzte reinerbig violette mit reinerbig weißen Pflanzen. Das ist die Elterngeneration P.

Jede Keimzelle bekommt nur ein Allel. Von der violetten Pflanze kommt immer A, von der weißen immer a.

Alle Nachkommen der ersten Tochtergeneration F1 sind also Aa. Weil A dominant ist, blühen alle violett.

Das ist die erste Regel, die Uniformitätsregel: Kreuzt man zwei verschiedene reinerbige Eltern, ist die F1 einheitlich.

Nun kreuzte Mendel die violetten F1-Pflanzen untereinander, also Aa mit Aa.

Jede bildet Keimzellen mit A und mit a. Die tragen wir am Rand des Kreuzungsquadrats ein.

In jedes Feld kommen die Allele aus Zeile und Spalte. So entstehen AA, zweimal Aa und aa.

Drei Felder enthalten ein großes A und blühen violett, nur aa blüht weiß. Mendel zählte 705 violette und 224 weiße Pflanzen.

Das ist die zweite Regel, die Spaltungsregel. Das Weiß war nie weg, es war in der F1 nur verdeckt.

Die dritte Regel betrifft zwei Merkmale: Mendel kreuzte violett mit gelben Samen und weiß mit grünen Samen.

Die Allele verschiedener Merkmale werden unabhängig vererbt. So entstehen in der F2 neue Kombinationen.

Sie treten im Verhältnis neun zu drei zu drei zu eins auf, wenn die Gene auf verschiedenen Chromosomen liegen.

Fassen wir zusammen.

Ein dominantes Allel überdeckt ein rezessives.

Der Genotyp beschreibt die Allele, der Phänotyp das sichtbare Merkmal.

Bei reinerbigen, verschiedenen Eltern ist die F1 einheitlich.

Die F2 spaltet im Verhältnis drei zu eins auf.

Verschiedene Merkmale werden unabhängig vererbt, so entstehen neue Kombinationen.

Jetzt bist du dran!

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