Literaturepochen
Klasse 9 · Deutsch · 2:13 Min.
Das Wichtigste
- Barock: Vergänglichkeit. Aufklärung: Vernunft und Toleranz.
- Sturm und Drang: Gefühl. Klassik: Harmonie nach antikem Vorbild.
- Romantik: Sehnsucht und Natur. Realismus: die Wirklichkeit.
- Naturalismus: soziales Elend. Moderne: die Krise des Ich.
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Warum klingt ein Gedicht von sechzehnhundertfünfzig ganz anders als eines von neunzehnhundert?
In diesem Video lernst du die wichtigsten Literaturepochen und ihre Merkmale kennen.
Das Barock dauerte etwa von sechzehnhundert bis siebzehnhundertzwanzig.
Unter dem Eindruck des Dreißigjährigen Krieges schrieb etwa Gryphius: Alles ist vergänglich.
Danach folgte die Aufklärung, bis etwa achtzehnhundert.
Der Mensch soll seine Vernunft gebrauchen. Lessing wirbt im Nathan für Toleranz.
Ab etwa siebzehnhundertsiebenundsechzig rebellierten junge Dichter: der Sturm und Drang.
Gefühl und Genie zählen mehr als Regeln, etwa in Goethes Werther.
In der Weimarer Klassik suchten Goethe und Schiller Harmonie und Maß.
Vorbild war die Antike. Ziel war der edle, gebildete Mensch.
Ab etwa siebzehnhundertfünfundneunzig entstand die Romantik.
Sie liebt Sehnsucht, Natur, Nacht und Träume. Die Brüder Grimm sammelten Märchen.
Ab etwa achtzehnhundertachtundvierzig folgte der Realismus.
Er erzählt die Wirklichkeit genau, zum Beispiel Fontane in Effi Briest.
Der Naturalismus ab etwa achtzehnhundertachtzig zeigt die Welt noch härter.
Er schildert Armut und Elend, oft im Dialekt, wie Hauptmann in Die Weber.
Ab etwa achtzehnhundertneunzig beginnt die Moderne.
Großstadt, Krieg und Zweifel am eigenen Ich prägen die Texte, etwa bei Kafka.
Fassen wir zusammen.
Barock: Vergänglichkeit. Aufklärung: Vernunft und Toleranz.
Sturm und Drang: Gefühl. Klassik: Harmonie nach antikem Vorbild.
Romantik: Sehnsucht und Natur. Realismus: die Wirklichkeit.
Naturalismus: soziales Elend. Moderne: die Krise des Ich.
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