Drama und Dramentheorie
Klasse 11 · Deutsch · 3:10 Min.
Das Wichtigste
- Ein Drama hat Haupt- und Nebentext, Akte und Szenen.
- Aristoteles fordert die Einheit der Handlung.
- Die Tragödie zielt auf Katharsis.
- Freytag zeigt fünf Akte als Pyramide.
- Es gibt geschlossene und offene Form.
Alles zum Nachlesen
Wie ist ein Theaterstück eigentlich aufgebaut?
In diesem Video lernst du Aufbau, Theorie und Grundformen des Dramas kennen.
Ein Drama ist für die Bühne geschrieben. Sein Haupttext ist die Figurenrede: Dialog und Monolog.
Der Nebentext sind die Regieanweisungen: Ort, Zeit und Handlungen.
Gegliedert wird es in Akte, und jeder Akt in Szenen.
Die älteste Dramentheorie ist die Poetik des Aristoteles.
Er fordert die Einheit der Handlung, mit Anfang, Mitte und Ende.
Jammer und Schaudern sollen die Zuschauer reinigen: die Katharsis.
Später, vor allem in Frankreich, wurden daraus drei Einheiten. Die Handlung bleibt eine einzige.
Gespielt wird an nur einem Ort.
Und die Handlung dauert etwa einen Tag.
Gustav Freytag zeichnete das klassische Drama in fünf Akten als Pyramide.
Die Exposition stellt Figuren und Ausgangslage vor.
Das erregende Moment löst den Konflikt aus, er steigert sich.
Im dritten Akt liegt der Höhepunkt mit der Wende.
Dann fällt die Handlung, ein retardierendes Moment verzögert das Ende.
Am Ende steht die Katastrophe, oft der Untergang des Helden.
Volker Klotz unterscheidet die geschlossene und die offene Form.
Die geschlossene ist streng gebaut, die offene reiht Szenen lose aneinander.
Die geschlossene wahrt Ort und Zeit, die offene springt zwischen Orten und Zeiten.
Beispiele sind Goethes Iphigenie und Büchners Woyzeck.
Fassen wir zusammen.
Aristoteles fordert die Einheit der Handlung, die Tragödie zielt auf Katharsis.
Freytag zeigt fünf Akte als Pyramide.
Es gibt geschlossene und offene Form.
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