Antigone
Klasse 11 · Deutsch · 2:36 Min.
Das Wichtigste
- Antigone ist eine Tragödie von Sophokles.
- Es geht um den Konflikt zwischen staatlichem Gesetz und Gewissen.
- Kreon beharrt auf seinem Verbot.
- Antigone folgt dem Gebot der Götter und bestattet ihren Bruder.
- Kreon sieht seinen Fehler zu spät ein und verliert seine Familie.
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Darf man ein Gesetz brechen, wenn das Gewissen etwas anderes verlangt?
Darum geht es in Antigone, einer Tragödie des Griechen Sophokles, um vierhundertzweiundvierzig vor Christus.
Im Mittelpunkt steht Antigone, eine Tochter des Ödipus.
Ihre Schwester Ismene ist vorsichtig und will ihr nicht helfen.
Ihr Bruder Polyneikes ist tot. Er hat Theben angegriffen und fiel im Zweikampf mit seinem Bruder Eteokles.
Kreon, ihr Onkel, ist jetzt König von Theben.
Sein Sohn Haimon ist mit Antigone verlobt.
Dazu kommen Kreons Frau Eurydike und der blinde Seher Teiresias.
Kreon verbietet, Polyneikes zu bestatten. Er gilt als Verräter, weil er die eigene Stadt angegriffen hat.
Antigone bestreut den Toten trotzdem mit Erde. Für sie gilt das Gebot der Götter, die Toten zu bestatten.
Ein Wächter ertappt sie. Kreon lässt sie lebendig in ein Felsengrab einschließen.
Haimon bittet vergeblich für sie. Erst als Teiresias ihn warnt, lenkt Kreon ein.
Doch es ist zu spät: Antigone hat sich getötet, Haimon nimmt sich das Leben, danach auch Eurydike.
Kreon beruft sich auf das Gesetz des Staates. Ohne Ordnung zerfällt für ihn die Stadt.
Antigone beruft sich auf die ungeschriebenen Gesetze der Götter.
Für Kreon muss ein Verräter bestraft werden, auch wenn er zur eigenen Familie gehört.
Für Antigone ist es heilige Pflicht, den Bruder zu bestatten.
Das ist die Tragik: Beide beharren auf ihrem Recht, und keiner gibt nach.
Fassen wir zusammen.
Antigone ist eine Tragödie von Sophokles.
Kreon beharrt auf dem Gesetz des Staates, Antigone folgt ihrem Gewissen und dem Gebot der Götter.
Kreon sieht seinen Fehler zu spät ein und verliert seine Familie.
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