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Die Weimarer Republik

Klasse 9 · Geschichte · 3:58 Min.

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Das Wichtigste

  • Am 9. November 1918 wurde die Republik ausgerufen.
  • Die Verfassung von 1919 gab dem Reichspräsidenten viel Macht, vor allem durch Artikel 48.
  • 1923 brachte Hyperinflation und den gescheiterten Hitlerputsch.
  • Von 1924 bis 1929 erlebte die Republik ihre besten Jahre.
  • Die Weltwirtschaftskrise stärkte die Feinde der Demokratie, am 30. Januar 1933 kam Hitler an die Macht.
Alles zum Nachlesen

Deutschlands erste Demokratie hielt nur vierzehn Jahre. Warum ist sie gescheitert?

In diesem Video lernst du die wichtigsten Stationen der Weimarer Republik, von 1918 bis 1933.

Im Herbst 1918 war der Erste Weltkrieg verloren. Es kam zur Revolution, und der Kaiser musste abdanken.

Am 9. November 1918 rief Philipp Scheidemann in Berlin die Republik aus.

Im Januar 1919 wählten erstmals auch Frauen eine Nationalversammlung. Sie tagte in Weimar, daher der Name.

Die Verfassung von 1919 machte Deutschland zur Demokratie. Frauen und Männer ab zwanzig wählten den Reichstag.

Das Volk wählte auch den Reichspräsidenten, direkt und für sieben Jahre.

Der Präsident war sehr mächtig. Er ernannte den Reichskanzler und konnte den Reichstag auflösen.

Dazu kam Artikel 48: Im Notfall durfte der Präsident mit Notverordnungen ohne den Reichstag regieren.

1923 wurde zum Krisenjahr. Wegen ausstehender Reparationen besetzten Frankreich und Belgien das Ruhrgebiet.

Die Regierung bezahlte die streikenden Arbeiter, indem sie immer mehr Geld druckte.

Im November 1923 kostete ein Dollar 4,2 Billionen Mark. Ersparnisse waren wertlos.

Am 9. November 1923 versuchte Adolf Hitler in München einen Putsch. Er scheiterte, und Hitler kam ins Gefängnis.

Wenige Tage später führte die Regierung eine neue Währung ein, die Rentenmark. Damit endete die Inflation.

Ab 1924 erholte sich die Republik. Der Dawes-Plan regelte die Reparationen neu, Kredite aus den USA halfen.

Außenminister Stresemann setzte auf Verständigung. 1926 trat Deutschland dem Völkerbund bei.

In den Städten blühte die Kultur: Kino, Radio, Jazz und das Bauhaus. Man spricht von den Goldenen Zwanzigern.

Doch nach dem Börsencrash in New York im Oktober 1929 zogen die US-Banken ihr Geld ab.

Firmen gingen pleite. 1932 waren im Durchschnitt über fünfeinhalb Millionen Menschen arbeitslos.

Ab 1930 regierten die Kanzler ohne Mehrheit im Reichstag, mit Notverordnungen nach Artikel 48. Das Parlament verlor an Macht.

Aus Not und Angst wählten viele nun radikale Parteien. Im Juli 1932 wurde die NSDAP stärkste Partei.

Alles auf einer Zeitleiste: 1918 beginnt die Republik, 1919 bekommt sie ihre Verfassung.

1923 folgte das Krisenjahr, danach die Goldenen Zwanziger bis 1929.

Mit der Weltwirtschaftskrise ab 1929 geriet die Republik in ihre schwerste Krise.

Am 30. Januar 1933 ernannte Reichspräsident Hindenburg Hitler zum Reichskanzler. Damit endete die Weimarer Republik.

Fassen wir zusammen.

1918 wurde die Republik ausgerufen. Ihre Verfassung gab dem Reichspräsidenten viel Macht, vor allem durch Artikel 48.

Nach dem Krisenjahr 1923 erlebte die Republik von 1924 bis 1929 ihre besten Jahre.

Die Weltwirtschaftskrise stärkte die Feinde der Demokratie. Am 30. Januar 1933 kam Hitler an die Macht.

Jetzt bist du dran!

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