Textinterpretation
Klasse 10 · Deutsch · 2:01 Min.
Das Wichtigste
- Die Einleitung nennt Titel, Autor, Jahr und Thema.
- Eine Deutungshypothese gibt die Richtung vor.
- In der Analyse untersuchst du Form und Sprache und ihre Wirkung.
- In der Deutung belegst du deine Aussagen mit Textstellen.
- Der Schluss fasst zusammen und prüft die Hypothese.
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Wie schreibst du eine gute Textinterpretation?
In diesem Video lernst du den Aufbau: Einleitung, Analyse und Deutung.
Eine Interpretation beginnt mit der Einleitung. Sie nennt Titel, Autor, Textsorte und Jahr.
Unser Beispiel ist die Ballade Erlkönig von Goethe aus dem Jahr siebzehnhundertzweiundachtzig.
Dazu kommt das Thema in einem Satz: Ein Vater reitet mit seinem kranken Kind durch die Nacht, und das Kind stirbt.
Am Ende der Einleitung steht eine erste Vermutung zur Aussage, die Deutungshypothese.
Im Hauptteil analysierst du zuerst die Form, also Strophen, Verse und Reim.
Dann untersuchst du die Sprache, zum Beispiel Wortwahl und sprachliche Bilder.
Im Erlkönig fällt auf: Die Ballade besteht fast nur aus wörtlicher Rede.
Wichtig: Nenne nicht nur Stilmittel, sondern erkläre immer ihre Wirkung.
In der Deutung fragst du: Was will der Text zeigen?
Der Vater erklärt alles mit Vernunft, das Kind dagegen sieht den Erlkönig.
Jede Aussage belegst du mit einer Textstelle, also einem Zitat mit Versangabe.
Im Schluss fasst du deine Ergebnisse zusammen und prüfst deine Hypothese.
Du kannst auch eine eigene Meinung oder einen Bezug zu heute ergänzen.
Schreibe die ganze Interpretation sachlich und im Präsens.
Fassen wir zusammen.
Die Einleitung nennt Titel, Autor, Jahr und Thema.
Eine Deutungshypothese gibt die Richtung vor.
In der Analyse untersuchst du Form und Sprache und ihre Wirkung.
In der Deutung belegst du deine Aussagen mit Textstellen.
Der Schluss fasst zusammen und prüft die Hypothese.
Super! Jetzt bist du dran.

