Plattentektonik
Klasse 8 · Erdkunde · 3:29 Min.
Das Wichtigste
- Die Erde besteht aus Kruste, Mantel und Kern.
- Die Lithosphäre ist in Platten zerteilt, die sich langsam bewegen.
- Wo Platten auseinanderdriften, entsteht neue Kruste, wie auf Island.
- Wo sie aufeinandertreffen, taucht eine Platte ab, und es entstehen Vulkane und Gebirge wie die Anden.
- Wo sie aneinander vorbeigleiten, gibt es starke Erdbeben, wie an der San-Andreas-Verwerfung.
Alles zum Nachlesen
Island wird jedes Jahr ungefähr zwei Zentimeter breiter. Wie kann ein ganzes Land wachsen?
In diesem Video lernst du, wie die Platten der Erde sich bewegen und was an ihren Grenzen passiert.
Die Erde ist aus Schalen aufgebaut. Ganz außen liegt die dünne, feste Erdkruste.
Darunter folgt der Erdmantel. Er ist heiß und fest, kann aber über Millionen Jahre ganz langsam fließen.
Im Inneren liegt der Erdkern aus Eisen und Nickel. Außen ist er flüssig, innen fest.
Die Kruste bildet mit dem obersten, starren Teil des Mantels die Lithosphäre. Sie ist in viele Platten zerbrochen.
Die Platten liegen auf dem zähen Mantel und bewegen sich, meist nur wenige Zentimeter pro Jahr.
Angetrieben werden sie unter anderem von langsamen Strömungen im heißen Mantel.
Wo zwei Platten aufeinandertreffen, liegt eine Plattengrenze. Davon gibt es drei Arten.
Bei der ersten Art bewegen sich zwei Platten voneinander weg. Das ist eine divergente Plattengrenze.
In die Lücke steigt heißes Gestein auf, schmilzt teilweise und erstarrt als neue Kruste. So entsteht ein Rücken mit Vulkanen.
Ein Beispiel ist der Mittelatlantische Rücken. Hier driften die Nordamerikanische und die Eurasische Platte auseinander.
Island liegt genau auf diesem Rücken. Darum gibt es dort viele Vulkane, und die Insel wird jedes Jahr etwa zwei Zentimeter breiter.
Bei der zweiten Art bewegen sich zwei Platten aufeinander zu. Das ist eine konvergente Plattengrenze.
Trifft eine schwere ozeanische Platte auf eine leichtere Kontinentalplatte, taucht sie darunter ab. Das heißt Subduktion.
In der Tiefe schmilzt Gestein. Das Magma steigt auf, und es entstehen Vulkane und ein hohes Gebirge.
So sind die Anden entstanden. Dort taucht die Nazca-Platte unter die Südamerikanische Platte.
Bei der dritten Art gleiten zwei Platten seitlich aneinander vorbei. Dabei entsteht keine neue Kruste, und keine verschwindet.
Die Platten verhaken sich, und Spannung baut sich auf. Löst sie sich ruckartig, bebt die Erde.
Ein bekanntes Beispiel ist die San-Andreas-Verwerfung in Kalifornien, zwischen der Pazifischen und der Nordamerikanischen Platte.
Fast alle Erdbeben und Vulkane liegen an Plattengrenzen, denn dort reiben, stoßen oder trennen sich die Platten.
Rund um den Pazifik liegen viele Subduktionszonen mit Vulkanen. Man nennt diesen Gürtel den Pazifischen Feuerring.
Erdbeben lassen sich nicht genau vorhersagen. Darum baut man in gefährdeten Gebieten erdbebensicher.
Fassen wir zusammen.
Die Erde besteht aus Kruste, Mantel und Kern.
Die Lithosphäre ist in Platten zerteilt, die sich langsam bewegen.
Wo Platten auseinanderdriften, entsteht neue Kruste, wie auf Island.
Wo sie aufeinandertreffen, taucht eine Platte ab, und es entstehen Vulkane und Gebirge wie die Anden.
Wo sie aneinander vorbeigleiten, gibt es starke Erdbeben, wie an der San-Andreas-Verwerfung.
Jetzt bist du dran!